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Angeregter Meinungsaustausch beim GDA Net[t]work Talk #3

Mit den maximal zugelassenen 85 Teilnehmern hat in Frankfurt unter strenger Einhaltung der geltenden Corona-Maßnahmen der GDA Net[t]work Talk #3 zum Thema Sustainability der GERMAN DATACENTER ASSOCIATION e. V. (GDA) begonnen. Im Fokus der ersten Präsenzveranstaltung des GDA seit zwei Jahren stehen unter anderem die Herausforderungen an moderne Rechenzentren, die Frage der Versorgungssicherheit und der Zusammenhang von Ökologie und Digitalisierung. Die Moderation hat Inga Janoviç von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung übernommen.

„Wir freuen uns, dass das Gesprächsangebot der GDA so gut angenommen wird und hoffen, dass die Teilnehmer mit zahlreichen Anregungen und neuen Kontakten nach Hause gehen werden. Wir planen, den Austausch zwischen unseren kontinuierlich mehr werdenden Mitgliedern und Vertretern der Politik im Rahmen unseres Think Tanks ‚Energy/Sustainability‘ weiter zu intensivieren. Denn wir sind überzeugt davon, dass wir dadurch mehr Verständnis für die Anliegen und Erwartungen der jeweils anderen Seite gewinnen können“, betont Anna Klaft, Vorstandsvorsitzende der GDA.

Den lebendigen Auftakt bildete ein Impulsvortrag von Michael Dada, Director Advisory & Transaction Services Data Center bei CBRE, der sich mit den Herausforderungen an die Standorte für neue Rechenzentren auseinandersetzte. Anschließend legte Jens-Peter Feidner, Managing Director von Equinix Germany, anschaulich dar, wie die Digitalisierung bei der Umsetzung von Klimazielen helfen kann.

Beide Punkte wurden von einem hochkarätig mit Vertreten aus Politik und Wirtschaft besetzten ersten Panel, moderiert von Oliver Schiebel, Managing Director von Global Switch, aufgenommen. Gemeinsam gingen Paul Fay (Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main), Dr. Constantin H. Alsheimer (Vorstandsvorsitzender der Mainova AG), Eileen O’Sullivan (Dezernentin für Digitalisierung, Bürger:innenservice, Teilhabe und Europa der Stadt Frankfurt am Main von Volt) und Christian Kallenbach (Leiter Vertrieb & Marketing, Datacenter One GmbH) der Frage nach, wie politischer Anspruch und praktische Realität bei der Umsetzung der Digitalisierung in Einklang gebracht werden können.

Dabei verdeutlichte Paul Fay, dass es Aufgabe der Betreiber von Rechenzentren ist, mit den Anwohnern und der Stadt in einen Dialog zu treten und deren Bedenken ernst zu nehmen. „Da ist zum einen der enorm hohe Energieverbrauch von Datacentern. Das wird von vielen Menschen in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und Ökologie eine hohe Aufmerksamkeit zuteilwird, kritisch gesehen. Hier muss klar der Wille erkennbar werden, dass man nicht nur hohe Ansprüche an die Energieeffizienz der Prozesse hat. Die Betreiber müssen auch bereit sein, Abwärme auf einem möglichst hohen Temperaturniveau für die umliegenden Stadtteile zur Verfügung zu stellen. Bei beiden Punkten ist die Branche in der Pflicht mit gutem Beispiel voranzugehen.“

Dass Rechenzentren und Nachhaltigkeit sich nicht ausschließen, betonte Dr. Constantin H. Alsheimer vom Energieversorger Mainova AG. Er verwies darauf, dass sein Unternehmen in einem Pilotvorhaben im Frankfurter Stadtteil Gallus rund 1.300 Wohnungen mit der Abwärme eines Rechenzentrums beheizen wird. „Mainova unterstützt ihre Kunden beim wirksamen Klimaschutz und der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Die Kombination aus der sonst ungenutzten Abwärme des Rechenzentrums sowie der umweltschonenden Fernwärme zur Abdeckung von Spitzenlasten spart im Vergleich zu konventioneller Wärmeerzeugung 400 Tonnen CO2 im Jahr ein.“

Eileen O´Sullivan hob in der Diskussion besonders hervor, dass Frankfurt nur eine von vielen Städten in Europa ist, die mit einem hohen Energieverbrauch aufgrund der Ansiedlung zahlreicher Rechenzentren zu kämpfen hat. „Auch London, Amsterdam oder Paris sehen sich damit konfrontiert. Hier gilt es einen europäischen Dialog anzustoßen und Erfahrungen miteinander auszutauschen. Davon profitieren dann nicht nur viele Bürger, sondern auch die beteiligten Unternehmen.“

Weitere Themen der eintägigen Veranstaltung, die noch bis zum Abend andauert, sind unter anderem der Lebenszyklus von Rechenzentren und die Versorgungssicherheit in Verbindung mit Strom aus erneuerbaren Energien.

 


 

Über die GERMAN DATACENTER ASSOCIATION

Die 2018 gegründete GERMAN DATACENTER ASSOCIATION e.V. ist ein Zusammenschluss von Betreibern und Inhabern von Rechenzentren aller Größen und wird unterstützt von führenden Forschungsinstituten und Medienpartnern.

Der Verband bietet Rechenzentrumsbetreibern in Deutschland eine Plattform, um gemeinsam das Wachstum der Branche und deren Wahrnehmung in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu stärken. Zudem vertritt die GDA e.V. ihre Mitglieder in Bezug auf Gesetze, Bestimmungen, Standards und Normen, andere Vorschriften und politische Fragen in den entsprechenden Gremien. Langfristig sollen so die Rahmenbedingungen für das Betreiben von Rechenzentren in Deutschland nachhaltig verbessert und die Investitionsattraktivität von deutschen Standorten gesichert werden.

Die GERMAN DATACENTER ASSOCIATION e.V. hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.
www.germandatacenters.com

GDA-Pressekontakt

Targa Communications GmbH
Arne Degener
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Presseinformation: Angeregter Meinungsaustausch beim NET[T]WORK TALK #3 zum Thema Nachhaltigkeit der GERMAN DATACENTER ASSOCIATION e. V. als PDF

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