Datacenter Outlook Germany 2026/27

Der deutsche Rechenzentrumsmarkt wächst – und seine Zukunft entscheidet sich zunehmend vor Ort

Der Datacenter Outlook Germany 2026/27 verbindet aktuelle Marktdaten mit politischen und regionalen Perspektiven auf die Entwicklung digitaler Infrastruktur in Deutschland. Im Fokus stehen Netzkapazitäten und Projektreife ebenso wie die Frage, wie neue Rechenzentren Teil ihrer Region werden können.
 

Marktdaten, politische Einordnung und Perspektiven aus dem Rechenzentrumsökosystem

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Der deutsche Rechenzentrumsmarkt 2026/27


Deutschland bleibt der größte Rechenzentrumsmarkt Europas. Mehr als 1,5 GW Rechenzentrumskapazität sind bereits in Betrieb. Frankfurt stellt mit rund 1.274 MW weiterhin den mit Abstand größten deutschen Markt und 29 Prozent der gesamten Colocation-Kapazität der FLAPD-Region. Gleichzeitig entwickeln sich neue Standorte außerhalb der etablierten Cluster.

Doch das Marktpotenzial allein entscheidet längst nicht mehr darüber, ob Projekte tatsächlich realisiert werden können. Netzkapazität und Time-to-Market werden zu entscheidenden Standortfaktoren. Mit dem neuen reifegradbasierten Verfahren zur Vergabe von Netzanschlusskapazitäten rücken Projektreife, Genehmigungsstand, technisches Anschlusskonzept und Realisierungsfähigkeit stärker in den Mittelpunkt.

CBRE analysiert im Datacenter Outlook, wie sich diese veränderten Bedingungen auf Standortentwicklung, Grundstückswerte und die weitere Entwicklung des deutschen Marktes auswirken – und welche Rolle zugleich neue Effizienzanforderungen für Bestands- und Neubauten spielen.

Marktanalyse im Outlook lesen

All Infrastructure is Local

Warum die Zukunft der Rechenzentren vor Ort entschieden wird

Die Nationale Rechenzentrumsstrategie hat die Bedeutung digitaler Infrastruktur auf die politische Agenda gesetzt. Doch aus politischen Zielen werden erst dann zusätzliche Kapazitäten, wenn konkrete Projekte tatsächlich umgesetzt werden können.

Und jedes dieser Projekte entsteht an einem konkreten Ort.

Dort braucht ein Rechenzentrum Fläche, Energie und einen Netzanschluss. Es wird Teil seiner Umgebung und trifft auf kommunale Planung, lokale Interessen und berechtigte Fragen. Planungssicherheit und lokale Verankerung gehören deshalb zunehmend zusammen.

Erfolgreiche Standortentwicklung beginnt für uns lange vor dem ersten Spatenstich: mit verständlichen Informationen, offenem Dialog und der ehrlichen Frage, welchen konkreten Mehrwert ein Projekt für den Standort schaffen kann.
Vertrauen lässt sich nicht verordnen. Aber wir können jeden Tag daran arbeiten.



Martin Kohoutek |Hauptgeschäftsführer der German Datacenter Association

Vom Wachstum zur Gestaltung

Wie entwickelt man Europas führenden Rechenzentrumsstandort weiter?

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet sind über Jahrzehnte zu einem der bedeutendsten Rechenzentrumsstandorte Europas gewachsen. Mit der Größe des Marktes verändern sich jedoch auch die Herausforderungen: Stromversorgung, Netzausbau, Flächenverfügbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz werden zu entscheidenden Faktoren für die nächste Entwicklungsphase.

Im Interview spricht Dr. Walter Fischedick vom Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation darüber, wie sich der Standort Hessen weiterentwickeln kann, warum sich Wachstum künftig stärker räumlich differenzieren dürfte und wie ein Flächenpotenzialkataster Investoren und Kommunen frühzeitig Orientierung geben soll.

Dabei geht es nicht um eine Abkehr vom Frankfurter Cluster. Dezentrale Standorte können vielmehr neue Funktionen übernehmen und den bestehenden Markt ergänzen.

Interview mit Dr. Walter Fischedick lesen

Digitale Infrastruktur im Flächenland

Welche Rechenzentrumsmodelle passen zu Schleswig-Holstein?

Schleswig-Holstein bringt andere Voraussetzungen mit als die großen deutschen Rechenzentrumscluster: eine mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur, einen weit fortgeschrittenen Glasfaserausbau und eine starke Energieinfrastruktur. Rund 90 Prozent der Bevölkerung haben nach Angaben des Landes Zugang zu einem Glasfaseranschluss.

Julia Carstens, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, sieht darin Chancen für unterschiedliche Rechenzentrumsmodelle – von regional verteilten Edge-Infrastrukturen bis zu größeren Standorten. Gerade kleinere, dezentrale Rechenzentren können Rechenleistung näher an Unternehmen und Nutzer bringen und zugleich neue Möglichkeiten für regionale Wertschöpfung und Abwärmenutzung eröffnen.

Das Interview zeigt damit eine andere Perspektive auf die Entwicklung des deutschen Marktes: Nicht jeder Standort muss Frankfurt werden. Unterschiedliche Regionen können unterschiedliche Rollen innerhalb der digitalen Infrastruktur Deutschlands übernehmen.

Interview mit Staatssekretärin Julia Carstens lesen

Beiträge aus dem Datacenter Outlook Germany 2026/27

Wie verändern KI, neue Energieanforderungen und wachsende Erwartungen an Standorte Planung, Bau und Betrieb von Rechenzentren? Unternehmen aus dem GDA-Ökosystem beleuchten im Datacenter Outlook Germany 2026/27 unterschiedliche Facetten dieser Entwicklung.

Digitale Infrastruktur im Flächenland
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Staatssekretärin Julia Carstens erläutert, welche Chancen regionale und dezentrale Rechenzentren bieten, warum Strom- und Glasfasernetze entscheidende Standortfaktoren sind und wie digitale Infrastruktur neue Wertschöpfung in den Regionen ermöglicht.

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Vom Wachstum zur Gestaltung
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet zählen zu den bedeutendsten Rechenzentrumsstandorten Europas. Dr. Walter Fischedick vom Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation spricht darüber, wie sich der Standort weiterentwickeln kann, welche…

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Der deutsche Rechenzentrumsmarkt
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Wie entwickeln sich Kapazitäten, Pipeline und Standortbedingungen in Deutschland? Dr. Dirk Turek von CBRE analysiert den Markt und zeigt, warum Netzverfügbarkeit, Projektreife und neue regulatorische Anforderungen zunehmend darüber entscheiden, welche…

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Digitale Souveränität braucht digitale Infrastruktur
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Digitale Souveränität setzt leistungsfähige physische Infrastruktur voraus. Lars Mostert, COO bei hyceon, beschreibt, warum Rechenzentren künftig stärker als Teil eines Standortökosystems gedacht werden müssen – gemeinsam mit Energieversorgung,…

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Rechenzentrumskühlung mit Weitblick: Eine praxisorientierte Kältemittel- und Systemstrategie
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Steigende Leistungsdichten und neue regulatorische Vorgaben machen Kühlung zu einer strategischen Frage für Rechenzentren. Peter Wäsch von STULZ beleuchtet Kältemittelstrategien, Liquid Cooling und die Anforderungen, die KI-Infrastrukturen an künftige…

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Auf gute Nachbarschaft
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Rechenzentren werden Teil ihres lokalen Umfelds – und damit wächst die Bedeutung von frühzeitigem Dialog. Michelle Heitkamp, verantwortlich für Community Engagement bei NTT Global Data Centers in EMEA, erläutert, warum Transparenz und kontinuierliche…

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Notstromtechnik-Retrofit: Erneuerung im laufenden Betrieb
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Bestehende Notstromanlagen müssen modernisiert werden, ohne dass hochverfügbare Infrastruktur stillstehen darf. Jörg Böhme, CEO der Notstromtechnik-Clasen GmbH, zeigt, wie Retrofit-Projekte im laufenden Betrieb geplant werden und warum sie zugleich die…

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Hyperscaler als Taktgeber
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

Globale Hyperscaler verändern auch die Art, wie Rechenzentren in Deutschland geplant und gebaut werden. Johannes Weitzel von Max Bögl und Ulrich Terrahe von dc-ce RZ-Beratung zeigen, wie integrierte Planungs- und Bauprozesse, internationale Standards und…

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From Grid to Rack
| Datacenter Outlook Germany 2026/27

KI-Systeme treiben die Leistungsdichten in Rechenzentren auf ein neues Niveau. Andreas Rockenbauch von Eaton zeigt, warum damit auch die Stromversorgung vom Netzanschluss bis zum Rack neu gedacht werden muss – und welche Rolle…

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Wachstum braucht mehr als Nachfrage

Deutschland bleibt ein zentraler europäischer Rechenzentrumsmarkt. Doch verfügbare Netzkapazität, Time-to-Market und der tatsächliche Reifegrad eines Projekts bestimmen zunehmend, welche Standorte realisiert werden können.

Von der nationalen Strategie zur regionalen Realität

Frankfurt/Rhein-Main, Schleswig-Holstein oder neue Standorte jenseits etablierter Cluster: Die Voraussetzungen unterscheiden sich erheblich. Der Outlook zeigt, wie Länder und Kommunen ihre eigene Rolle beim Ausbau digitaler Infrastruktur definieren.

Digitale Infrastruktur wird Teil des Standortökosystems

Rechenzentren stehen nicht für sich allein. Energieversorgung, Wärmenetze, Flächenentwicklung, digitale Wirtschaft und kommunale Interessen greifen ineinander. Damit verändert sich auch die Frage, wie Standorte geplant und entwickelt werden.

Was prägt den deutschen Rechenzentrumsmarkt 2026/27?


Der Datacenter Outlook Germany 2026/27 verbindet Marktanalyse, politische Perspektiven und Erfahrungen aus dem gesamten Rechenzentrumsökosystem. Einblicke und Einschätzungen von Expertinnen und Experten der Rechenzentrumsbranche zu Entwicklungen, Hemmnissen und Trends sowie Beiträge zu aktuellen politischen Positionen der German Datacenter Association ergänzen das Gesamtbild.


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