Zum Auftakt der fünften GDACon fordert die GDA mehr Planbarkeit: Nachfrage und Investitionen müssen schneller in verfügbare Rechenzentrumskapazität übersetzt werden

Im eröffenden Interview besprachen Martin Kohoutek, Hauptgeschäftsführer der GDA, und Günter Eggers, Vorstandsvorsitzender der GDA, zentrale Herausforderungen des deutschen Marktes für Rechenzentren.

Dr. Nicolas Sölter, Hessischer Staatssekretär für Digitalisierung und Innovation, betonte in seiner Keynote: "Rechenzentren sind das Herzstück unserer modernen, datengetriebenen Volkswirtschaft."

GDA-Präsident Günter Eggers im Gespräch mit Dr. Nicolas Sölter

GDACon26: Digitale Nachfrage braucht Infrastruktur – und Tempo

Zum Auftakt der fünften GDACon fordert die GDA mehr Planbarkeit: Nachfrage und Investitionen müssen schneller in verfügbare Rechenzentrumskapazität übersetzt werden

Heute beginnt im VILCO Kongresszentrum in Bad Vilbel die fünfte German Datacenter Conference (GDACon). Im Mittelpunkt steht die entscheidende Frage für den Digitalstandort Deutschland: Wie lassen sich wachsende Nachfrage nach Rechenleistung, Investitionsbereitschaft und politische Ambition tatsächlich in verfügbare Rechenzentrumskapazität übersetzen?

Ob neue Kapazitäten tatsächlich entstehen, entscheidet sich an Strom- und Netzanschlüssen, Genehmigungen und verlässlichen regulatorischen Rahmenbedingungen. Für den Standort Deutschland ist damit nicht allein entscheidend, ob, sondern auch wann digitale Infrastruktur verfügbar ist.

Den politischen Auftakt der GDACon26 bildete am Mittag ein Grußwort von Dr. Nicolas Sölter, Hessischer Staatssekretär für Digitalisierung und Innovation. „Rechenzentren sind das Herzstück unserer modernen, datengetriebenen Volkswirtschaft. Sie bilden das Fundament für generative KI und unsere europäische digitale Souveränität. Hessen nimmt hier eine Schlüsselrolle ein, denn mit dem DE-CIX Frankfurt und mehr als 1.100 Megawatt IT-Leistung stellt die Region Rhein-Main über ein Drittel des deutschen Gesamtmarktes“, betonte Dr. Nicolas Sölter. „Zugleich sehen wir, dass die Öffentlichkeit Neuansiedlungen vielfach kritisch gegenübersteht. Uns ist daher besonders wichtig, die Zukunftsfragen der digitalen Infrastruktur im Schulterschluss von Digitalwirtschaft, Energiewirtschaft und Politik zu lösen. In diesem Sinne freue ich mich sehr auf den heutigen Austausch.“

„Es kann keine glaubwürdige Rechenzentrumsstrategie ohne Infrastrukturstrategie geben“, unterstreicht Martin Kohoutek, Hauptgeschäftsführer der German Datacenter Association. „Deutschland verfügt über Nachfrage, Kapital und technologisches Potenzial. Jetzt müssen Rechenzentrumswirtschaft, Energieversorgung, Politik und Kommunen ihre Planungen besser verzahnen, damit Projekte schneller umgesetzt werden können. Genau diese Akteure bringen wir auf der GDACon zusammen.“

Dabei geht es um weit mehr als die Rechenzentrumsbranche selbst. Digitale Infrastruktur ermöglicht Innovation, wirtschaftliche Wertschöpfung und die weitere Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig entsteht jedes Infrastrukturprojekt an einem konkreten Standort und muss dort mit kommunaler Entwicklung, regionaler Wertschöpfung und Akzeptanz zusammengedacht werden.

Am ersten Konferenztag werden diese Zusammenhänge auf strategischer Ebene diskutiert. Am zweiten Tag vertiefen Panels, Keynotes, Interviews, Case Studies und interaktive Workshops einzelne Aspekte fachlich.

Die German Datacenter Conference 2026 findet am 16. und 17. September im VILCO in Bad Vilbel statt.

Pressekontakt

Julia Niederwipper
Senior Manager Brand & Content Strategy

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